29.Oct.2011 You can always count on Fidel!

In his video work “Opus” (2005)  José Toirac takes one of Fidel Castro’s marathon speeches and reduces it to its bare usage of numbers. What goes through one’s mind while being confronted with this armada of numbers is first of all the contentual redundancy of it all, since no one listening to Castro’s speech could have stored this sheer mass of information. However, even if the audience didn’t learn anything contentwise, Castro certainly did manipulate his folks by torpedoing them with this numerical flood into thinking that their country must be quite something, since there are so many figures to hype it.

There’s only one slight problem with Toirac’s work: it is even less bearable than its uncompressed original.

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Solace

Nicky Assmann (NL) presents in the ISMAR@Shift building an interesting project. Those who take a look behind the curtain and sit down for a couple of minutes can see the following happening: A screen made out of soapy water creates itself in front of the spectator. Those watching can observe themselves in a mirror, until it breaks and the whole process starts over again.

 

 

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Cyberpunk 386DX

The Russian Alexei Shulgin manipulated an out-of-date computer with 386DX processor to make it “sing”. A synthesized text-to-voice-technology drops out some popular music songs. Very amusing! If you like it, reward him with some loose cash.

386DX singing California Dreaming

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Dr. Jekyll and Mr. Hyde

Interaktivität gibt es für den Besucher vom Shift im Ismar@Shift Gebäude neben dem Shift Club.

„Jekyll and Hyde“ zum Beispiel verführt, wie der Name des Kunstwerkes bereits verrät, in die Welt von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Die Geschichte wird anhand eines kleinen Büchleins erzählt das auf einem Schreibtisch liegt. Hinter dem Büchlein steht ein Monitor von welchem eine Web-Kamera das Geschehen der Oberfläche des Tisches filmt.

Das interessante am Projekt ist, dass sobald eine Seite umgedreht wird, die Geschichte von Jekyll and Hyde auf dem Bildschirm in Form von Video erzählt wird.

Eine Mischung aus Video und Text. Zwei sehr für unsere Gesellschaft beeinflussende Medien werden hier miteinander kombiniert und verbunden. Das Buch und der Film. Interessant ist aber vor allem, dass beide Medien in diesem Fall miteinander agieren. Also nicht das Buch zum Film oder der Film zum Buch, sondern das Buch mit dem Film oder der Film mit dem Buch.

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SHOUM SHOUM LEJDI O LAU

SHOUM SHOUM LEJDI O LAU PIZAT T PIZAT DIU VAN KAMAN

Der Blogger hat  nicht etwa, wie man aufgrund des irritierenden Titels meinen könnte, soeben seinen Verstand verloren, sondern kommt gerade zurück vom Screening  “Wenn des Tages laute Stimmen nicht schweigen”. Nadia Schneider Willen präsentierte eine Reihe von Kurzfilmen, welche den Fokus darauf legen, dass die Stimme nur selten als Klang losgelöst von der Sprache wahrgenommen wird.

So etwa in Lena Maria Thürings “Strings” (2011), welche den Monolog eines jungen libanesischen Mannes festhält, der über sein Leben erzählt und sinniert. Die Kamera hält dabei stets auf die Hände des Protagonisten. Der Klang der eigentlichen Sprache wird hierbei unterstützt durch die Gestik der Hände, genauer gesagt geführt. Spielt er zu Beginn noch hektisch mit einen Feuerzeug rum, macht sich dies auch in seiner Stimme bemerkbar, die merklich aggressiver, schneller und auch mit einer ordentlichen Anzahl Fluchwörtern daherkommt. Später dann, als er beginnt mit Nadel und Faden ein Tuch zu sticken, lässt die Intensität seiner Stimme deutlich nach. Er spricht überlegter und weniger emotional, da er am bestickten Tuch einerseits einen festen Griff gefunden hat und sich anderseits auf die Stickereien konzentrieren muss.

Ein weiteres Beispiel  für die Zusammengehörigkeit von Sprache und Klang zeigt Katarina Zdjelars “Shoum” (2009) auf. Darin versucht ein Serbe, der Englischen Sprache nicht mächtig, den Titel “Shout” von Tears for Fears zu transkribieren und braucht mitunter auch serbische Sonderzeichen, welche der englischen Sprache fremd sind. Am Schluss wird der Text vom Übersetzer selbst vorgesungen, eine Neuinterpretation die doch ziemlich vom Original abweicht.

 

Es war dies, zumindest aus Perspektive des Publikums, der Höhepunkt der gezeigten Kurzfilme, da er am besten wusste, den Leuten nicht nur die Beziehung zwischen Stimme und Sprache näher zu bringen, sondern diese auch köstlich zu unterhalten.

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Lullabies / Schlaflieder – Lior Pinsky

We all know lullabies mainly for children. They are supposed to hush, to lull to sleep and at best to provide sweet dreams. In the exhibition room of Shift in Progress you can experience a new kind of getting sung to sleep.

Lior Pinsky doesn’t avoid the darker sounds of lullabies in his experimental interpretations. More and more a gloomy feeling is slowly creeping over the listener. Those who should fall asleep whilst listening to these sounds might run the risk of having some weird or even spooky dream.

Wir alle kennen Schlaflieder vor allem für Kinder. Die Lieder sollen beruhigen, in den Schlaf wiegen, und im besten Falle für gute Träume sorgen. Im Ausstellungsraum Shift in Progress kann man eine ganz neue Art erleben, sich in den Schlaf singen zu lassen.

Lior Pinsky meidet in seiner neuen experimentelleren Interpretation solcher Lieder durchaus nicht die düsteren Klänge. Den Zuhörer beschleicht ein zunehmend beklemmendes Gefühl und wer von diesen Klängen beschallt einschlafen sollte, der könnte Gefahr laufen, für dieses Mal dem einen oder anderen kuriosen Traum zu verfallen.

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Algoritmic Search for Love –and more!

                    Filmausschnitte mit dem Suchbegriff “noise”

Der globale Speicherbedarf wächst; täglich. All zwei Jahre verdoppelt sich die Masse an Informationen. Ausgedrückt in Daten sind es 2011 ungefähr 1.8 Zettabyte, laut mashable.com. Dies entspricht über 200 Milliarden HD-Filmen mit einer Länge von 120 Minuten. Wollte man sich diese ansehen (24h am Tag) benötigt man ca. 47 Mio. Jahre dafür. Zur Veranschaulichung in IPads mit 32 GB Speicher: Sage und schreibe 57.5 Mia. Geräte würden für diese Datenmenge benötigt, gestapelt würde ein Turm von 94‘000 Metern entstehen. Dies nur als Verbildlichung…

Mit der Datenproduktion geht nebst der Speicherung auch die Archivierung einher. Wie kann mit der täglich wachsenden Fülle an gespeicherten und archivierten Daten umgegangen werden?  Mit dieser Thematik beschäftigt sich die Installation von Julian Palacz. Sie benötigt dafür lediglich einen Beamer, einen Computer sowie eine Tastatur. Von Interesse ist, wie bereits dem Titel zu entnehmen ist, der von Palacz entwickelte Such-Algorithmus:

Mittels seiner Software entsteht ein neuer Zugang zu audiovisuellem Archivmaterial. Die Suchmaschine ist in der Lage, gesprochene Sprache nach einzelnen Worten, aber auch Wortfolgen zu durchsuchen. Diese wird in die Suchleiste eingegeben und wenige Augenblicke später liefert einem die Software alle Filmausschnitte, in welchen der oder die Suchbegriffe vorkommen. Zudem wird die Anzahl der gefundenen Ausschnitte angezeigt. Eine zugegeben interessante Option, vor allem wenn man die Häufigkeit bestimmter Begriffe beachtet…

Die Suche funktioniert (nach ausgiebigen Tests des Autors) einwandfrei, jedoch nur mit englischen Suchbegriffen. Die Filmausschnitte zeigen nicht direkt das gesuchte Wort, sondern setzen etwas vor dem gesprochenen Begriff ein. Der Besucher wartet also gespannt, wann sein Suchbegriff von den Schauspielern gesprochen wird.

Ein sehr interessante Arbeit von Palacz, welche sich in schon fast spielerischer Weise der Problematik der Datenspeicherung, Archivierung, vor allem aber der Suche nach archivierten Daten widmet. Und ungeheuer aktuell dazu!

Um 19.30 findet im Festivalzentrum zudem das Künstlergespräch mit Julian Palacz statt, eine sicherlich bereichernde Erfahrung für alle Interessierten. Wer mehr über ihn und seine Arbeit erfahren will schaut hier: http://palacz.at

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Swiss Soundcard – Container Rosanna Monteleone

Bilder dessen, was wir üblicherweise unter “Postkarte” verstehen. Hier allerdings (als Projektion in einem Wasserbehälter) im wahrsten Sinne des Wortes tatsächlich nur verschwommen zu sehen. Im Container von Rosanna Monteleone geht es nämlich eigentlich um eine Art klingende Postkarte.

Zu hören ist eine Klanginstallation aus unterschiedlichsten Stimmen und Geräuschen aus der Schweiz. Die Schnipsel wirken in dieser Zusammenstellung seltsam entrückt und sind nur noch vereinzelt ihrem Ursprungsort zuzuordnen.

Es ist, als hielte man ein Postkarte in der Hand, die seltsam verwaschen und deren Absender unleserlich geworden ist. Herzliche Grüsse aus der Schweiz.

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two days left

two busy days left – and we already realize there won’t be time enough
to try out fun stuff or meet challenges such as:
- watching Bruce Nauman’s “LIP SYNC” (60′) from beginning to end without going crazy
- being guided through the exhibition by the qr-code based multimedia guide
- playing Gartmann&Waldmeier’s “Telefonroulette” to ask random visitors’ opinions
… …
so, we’ll leave that to you – impressions and reactions are welcome.

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Das Sound-Iglu

 

Wer schon immer mal ein Iglu von nahe sehen wollte, muss nicht unbedingt nach Grönland reisen. Es reicht ganz einfach ans Shift-Festival zu kommen und  Alexis O’Haras Werk im Haus der elektronischen Künste zu bestaunen. Die Inuit wären sicher neidisch auf die Soundanlage…

Hier, mehr zur Performance von Alexis O’Hara und Radwan Moumneh:  http://blog.shiftfestival.ch/?p=94

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