27.Oct.2011 SQUEEEEQUE! a.k.a. the Improbable Igloo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Performance in einem mit Lautstärkern besetzten Iglu stand zwischen halb zehn und viertel vor zehn im Mittelpunkt des Hauses der elektronischen Künste. Alexis O’Hara und Radwan Moumneh bringen runde, düstere aber auch kontinuierliche Sounds aus den Lautstärkern hervor. Aber bei SQUEEEEQUE! kann der Zuschauer nicht nur betrachten, sondern wird auch zum Interagieren aufgefordert. Wer sich ins Iglu rein sitzt kann selber durch die vier Mikrofone, welche von der Decke hängen, Geräusche produzieren und mit Hilfe eines Mixgerätes Echos in die Sounds reinbringen. In diesem Fall entsteht jedoch ein Kreislauf der Geräusche. Die aufgenommenen Geräusche durch die Mikrofone werden durch die nach innen gerichteten Lautsprecher gesendet. Dieser Sound wird nochmals durch die Mikrofone aufgenommen usw. Ein Kreislauf aus verrückten und wiederholenden Klängen entsteht. Das Mixgerät verschärft dabei nur die Echos.

Interessant scheint auch das Iglu als Bühne. Das Iglu als Wärmespeicher und als Schutz vor der eisigen Hitze scheint in diesem Fall mehr ein Geräuschespeicher zu sein. Der Kreislauf der Hitze wird hier zu einem Kreislauf des Sound.

Während der Performance sitzt O’Hara im Iglu und Momneh läuft mit einem abgetrennten Lautsprecher herum und schwingt es durch die Luft. O’Hara produziert helle Gesänge und hält von Zeit zu Zeit bis zu vier Mikrofone in der Hand. Momnehs Umkreisen des Iglus und dem Schwingen der Membrane aus dem Verstärker bringt einen düsteren Hintergrund in den Auftritt. Die Performance aber hört da auf, wo der Zuschauer vielleicht denken könnte sie würde erst richtig anfangen.

Faszinierend an dem Kunstwerk ist der produzierte Sound. Die Lautsprecher sind Second Hand angesammelt und verändern die Klänge in einen fließenden Sound positiv um. Das Iglu sammelt die Geräusche und für den im Gehäuse sitzenden ist es eine reiche, entdeckende und faszinierende Reise in eine komische Klangwelt. Die Idee ist sehr überzeugend und vor allem das Bild des rundes Iglus ist wohlfühlend. Auf die Frage wieso die Künstler ein Iglu gewählt haben und nicht ein normales viereckiges Haus antwortet Momneh spontan und locker: “Wenn wir ein Haus genommen hätten, hätten die Leute gesagt wieso nicht ein Iglu.”

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