28.Oct.2011 Auf ein Wort – die interaktive Sprechmaschine

Die Installation erinnert an eine überdimensionierte Radioantenne. Tatsächlich verbirgt sich dahinter aber eine Sprechmaschine. Michael Markert bezeichnet sein Objekt als „voice-to-pological interface for gestural navigation in linguistic space“, ein bezeichnender Name. Sinn und Zweck der Installation ist die Lautgenerierung mittels den Händen, bzw. die Kontrolle einer künstlichen Stimme.

Wie sich beim Selbsttest jedoch gezeigt hat, stellt sich dies als gar nicht so einfach heraus. Von einer Kontrolle kann zumindest bei den ersten Versuchen nicht die Rede sein. Die Hände imitieren das Öffnen und Schliessen des Mundes und mit ein wenig Übung kann man der Sprechmaschine abstrakte Worte entlocken. So weit hat es der Autor dieses Textes jedoch noch nicht gebracht… Übung macht den Meister, wohl nicht zuletzt deswegen steht bei der Erklärung der Funktionsweise „Take your Time“.

Michael Markerts Arbeit stellt eine Verknüpfung mit der Geschichte der künstlichen Stimme her. Bereits im 18. Jahrhundert forschte Wolfgang von Kempelen an Sprechmaschinen.

Bekannt wurde Kempelen vor allem durch seinen „Schachtürken“, eine Maschine welche vorgab Schach spielen zu können. In Wirklichkeit verbarg sich in der Konstruktion ein menschlicher Spieler, welcher die Spielzüge über eine als Türken verkleidete Puppe ausführte. Markerts Sprachmaschine ist auf jeden Fall ein Blick, bzw. einen Test wert.

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